Investitionen in Gerichtsverfahren: Eine Alternative zu Aktien, Gold und Kryptowährungen
März 23, 2026 Für Anleger
Investieren hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben klassischen Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Kryptowährungen interessieren sich immer mehr Anleger für neue Investmentformen, die nicht direkt von den Finanzmärkten abhängig sind. Einer der interessantesten Trends des letzten Jahrzehnts ist die Prozessfinanzierung (Litigation Finance). Auf der tschechischen Plattform Bondster können Investoren über die Gesellschaft NERA Capital, einen der Pioniere in diesem Bereich, an diesem Segment teilhaben.
Litigation Finance funktioniert vergleichsweise einfach. Eine spezialisierte Gesellschaft stellt Anwaltskanzleien Kapital zur Verfügung, die Mandanten in Rechtsstreitigkeiten gegen große Unternehmen oder Institutionen vertreten. Diese Mittel decken die Kosten des Verfahrens – etwa Anwaltsleistungen, Gutachten oder administrative Ausgaben. Ist der Rechtsstreit erfolgreich und kommt es zu einer finanziellen Einigung, wird ein Teil der Entschädigung zur Rückzahlung der Finanzierung sowie zur Generierung von Erträgen für Investoren verwendet. Dieses Modell ermöglicht es Privatpersonen oder kleineren Unternehmen, ihr Recht durchzusetzen, auch wenn sie sich ein kostspieliges Verfahren sonst nicht leisten könnten. Gleichzeitig entsteht eine attraktive Investitionsmöglichkeit.
Warum Litigation Finance für Investoren interessant is
Der größte Vorteil dieser Anlageform ist die geringe Korrelation mit traditionellen Finanzmärkten. Der Ausgang eines Gerichtsverfahrens hängt nicht direkt von Aktienindizes, Inflation oder geopolitischen Entwicklungen ab. Das bedeutet, dass die Rendite nicht von der Entwicklung der Aktienmärkte, Rohstoffpreise wie Gold oder der hohen Volatilität von Kryptowährungen abhängig ist. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, etwa infolge von Konflikten im Nahen Osten, kann Litigation Finance daher eine interessante Ergänzung im Portfolio darstellen.
Wie NERA Capital Fälle auswählt
NERA Capital, gegründet im Jahr 2011, konzentriert sich auf Rechtsordnungen mit Präzedenzrecht – insbesondere die USA, Großbritannien und die Niederlande. In diesen Rechtssystemen haben frühere Gerichtsurteile einen entscheidenden Einfluss auf zukünftige Entscheidungen in ähnlichen Fällen. Hat ein Gericht in einer bestimmten Streitart bereits eine Richtung vorgegeben, ist es sehr wahrscheinlich, dass ähnliche Fälle gleich entschieden werden. Genau auf solche Situationen konzentriert sich NERA Capital – auf Fälle mit starken rechtlichen Präzedenzfällen, die die Vorhersehbarkeit erhöhen. Der Fokus liegt insbesondere auf Sammelklagen, Verbraucheransprüchen und Wettbewerbsverstößen mit hoher Erfolgsaussicht.
„Typischerweise handelt es sich um Fälle, in denen bereits eine regulatorische oder gerichtliche Entscheidung ein rechtswidriges Verhalten bestätigt hat – beispielsweise Kartellabsprachen oder Finanzbetrug. Dadurch wird das Risiko erheblich reduziert, und die entscheidenden Faktoren bleiben die Höhe der Entschädigung und die Dauer des Verfahrens“, sagt David Jukl, Geschäftsführer von Bondster. Zudem nutzt das Unternehmen eigene Systeme zur Fallsteuerung und arbeitet mit renommierten Anwaltskanzleien zusammen.
Starkes Wachstum des Sektors
Die Prozessfinanzierung wächst seit Jahren dynamisch und zieht zunehmend institutionelle Investoren an. NERA Capital hat beispielsweise kürzlich ein neues Investmentmandat in Höhe von 50 Millionen Pfund erhalten, was das wachsende Vertrauen in diese Anlageklasse bestätigt. Das Kapital wird zur Finanzierung weiterer Fälle sowie zum Aufbau eines Portfolios von Rechtsstreitigkeiten genutzt. Langfristig hat das Unternehmen bereits Hunderttausende Fälle finanziert und ein robustes Portfolio mit einem potenziellen Wert in Milliardenhöhe aufgebaut. Die insgesamt an Investoren ausgezahlte Summe beläuft sich mittlerweile weltweit auf rund 195 Millionen US-Dollar, was die Stabilität dieses Modells unterstreicht.
Portfoliodiversifikation in unsicheren Zeiten
Geopolitische Spannungen, Inflation und volatile Aktienmärkte zeigen, wie wichtig Diversifikation ist. Neben Aktien, Anleihen und Rohstoffen setzen immer mehr Investoren auf alternative Anlagen, die nicht direkt von den Märkten abhängen. Litigation Finance gehört dazu. Investitionen in Rechtsstreitigkeiten können somit eine interessante Ergänzung des Portfolios darstellen – insbesondere für Anleger, die neue Renditequellen suchen und ihre Investments breiter aufstellen möchten.
Fallstudie: Wie Finanzierung zur Durchsetzung von Recht beiträgt
Konkrete Beispiele zeigen, wie Prozessfinanzierung tatsächlich helfen kann. In einem von NERA Capital unterstützten Fall lebte eine alleinerziehende Mutter aus Canterbury (Großbritannien) über zwei Jahre lang mit ihren Kindern in unsicheren und unzumutbaren Wohnverhältnissen. Das Gebäude wies strukturelle Schäden, Risse in den Wänden, verrottete Decken und giftigen Schimmel auf, der die Gesundheit der Familie beeinträchtigte – insbesondere das Asthma der Mutter und ihres Sohnes. Trotz wiederholter Beschwerden wurde die Situation lange nicht gelöst.
Dank der Finanzierung konnte sie rechtliche Schritte einleiten, Gutachten einholen und ihre Ansprüche durchsetzen, ohne die hohen Kosten selbst tragen zu müssen. Der Fall wurde innerhalb von etwa sechs Monaten außergerichtlich beigelegt. Sie erhielt eine Entschädigung von fast 12.000 Pfund, und die Mängel am Gebäude wurden behoben. Dieser Fall zeigt, dass Litigation Finance nicht nur eine Investitionsmöglichkeit ist, sondern auch ein Instrument, um Menschen den Zugang zu Recht zu ermöglichen.
In Gerechtigkeit investieren mit Bondster
Auf der Plattform Bondster können Investoren über Kredite von NERA Capital in Prozessfinanzierung investieren. Die durchschnittliche Ticketgröße beträgt etwa 22.000 CZK (920 EUR). Investoren können ein Ticket vollständig selbst finanzieren oder gemeinsam mit anderen investieren. Dadurch ist ein Einstieg bereits ab 100 CZK bzw. 5 EUR möglich, was auch kleineren Anlegern die Teilnahme und eine einfache Diversifikation ermöglicht. Dieses Modell bietet eine feste jährliche Rendite von 14 % und ermöglicht es Investoren gleichzeitig, Fälle zu unterstützen, die Einzelpersonen und Unternehmen helfen, ihr Recht durchzusetzen. Investieren kann somit nicht nur finanziellen, sondern auch gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
Autor: Bondster
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